Kinder,  MS

Unsere Bootrunden Teil 2

Boot vorbereitet, mit Sitzpölstern, Kinder haben genug Proviant gepackt, Trinkflaschen verstaut. Papa ist Kapitän, der Große darf daneben sitzen und mit lenken.

Die Kulisse ist wie im Bilderbuch, einfach traumhaft. Der warme Abendwind weht, er bringt leichte Abkühlung, das warme Sommerlicht versinkt langsam hinter dem Horizont und wir erleben einen wunderschönen Sonnenuntergang. Eigentlich. Denn eigentlich bemerkt das eh keiner. Papa und Sohn diskutieren über die richtige Richtung, der Papa meint am Ufer entlang, der liebe Sohn steuert mitten auf den See. Die Prinzessin jammert weil der eben wunderschön warme beschriebene Wind ihr die Haare in den Mund weht, und achja den Hund haben wir ja auch noch an Board. Der hat sich schon zu Beginn den besten Platz als Galionsfigur gesichert um dem Start Chaos zu entgehen. Aber nun begegnen wir Schwänen. Diese erblicken den Hund, plustertn sich auf und geben lautes Geschrei von sich. Der Hund erschrickt, da ihm die schwimmenden Tiere davor nicht aufgefallen sind. Da er mit verschlossenen Augen auf seinem Platz liegt um die Schnauze in den Abendwind zu halten, hatte er keinerlei Vorahnung, dass die Schwäne dermaßen wütend sind.

So liegt er nach diesem furchterregendem Ereignis nun auf dem nassen Boden, unter der Sitzbank. Weniger beeindruckt zeigt sich währenddessen unsere Tochter. Sie hat die Kappe ihres Bruders entdeckt und meint, dass sie nun gewaschen gehört. Im weitem Bogen fliegt die Kappe nun direkt ins Wasser. Die Prinzessin hat ihren Spaß und lacht herzhaft. Weniger lustig aber trotzdem schon gut geübt reagiert der Papa.

Wir wenden ebenfalls in weitem Bogen, eingeübt, weil schon zum 10 mal, ich greife ins Wasser nach der Kappe, ich schnappe sie im letzten Moment, bevor sie untergegangen wäre und fische sie raus.

 

Nun ist die Stimmung genug im Keller, wir also mein Freund und ich beschließen nach Hause zu fahren. Unser Sohn hält wenig davon, und steuert in die andere Richtung. Durch die viel zu steile Piroutte um 360 Grad fängt das Boot an gefährlich zu kippen. Wir bekommen einen schweren Schock, fast wären wir samt Boot umgekippt und gekentert. Nur durch das rasche Eingreifen vom Papa konnte das Unglück verhindert werden. Dieser lässt sich nun als Held feiern und genießt seinen Heldenstatus, den er sich selbst verliehen hat. So und jetzt, nachdem wir alle überzeugt davon sind ´, dass er ein Held ist, zumindest er selbst denkt es, fahren wir unverzüglich nach Hause. Die Kinder werden ins Bett gebracht und ich brauche jetzt erst mal Ruhe und Erholung vom Boot fahren.