Kinder,  MS

Unsere Bootsrunden Teil 1

Wie ich den Sommer vermisse, die Sonne, die Wärme, die angenehme Luft und natürlich das Bootfahren. Ähnlich wie Auto fahren gibt mir Bootfahren das Gefühl von Freiheit. Doch wie man sich das vielleicht mit zwei Kindern so vorstellt, ist es nicht nur erholsam, sondern auch lustig, abwechslungsreich und vor allem stressig.

Unsere Bootsfahrten beginnen meistens erst gegen Abend. Da die Sonne schon schwächer ist und die Hitze mitten am See erträglicher wird. Gut, meistens kommen die Kinder nach dem Abend essen zu uns und fragen, ob wir nicht noch eine kleine Runde fahren können. Papa, der es eher stressfrei mag, sagt mal sein Standard: „Nein heute nicht mehr.“ Mama, die es eben auch sehr gerne hat meint dann halt: „ Ja gerne.“ Bösen Blick geerntet, und es geht ab ins Boot. Doch wir waren wieder mal zu Voreilig. Die kleine Prinzessin muss noch aufs Klo und die Sitzpölster, damit es der Papa zumindest gemütlich hat, haben wir auch vergessen.

So laufen wir zu viert hinter einander zurück zum Haus. Kind aufs Klo, der Große und Papa tragen die Pölster zum Boot. Kind fertig, bemerkt leider, dass sie doch noch einiges vergessen hat. Ihren Hut und natürlich die pinkfarbene Tussi-Sonnenbrille. Ich suche ihre Sachen schnell zusammen und dann laufen wir ebenfalls schon Richtung Boot. Der Große steht schon genervt da, der Papa liegt mittlerweile wieder grummelig auf seiner Liege und raunzt: „Könn ma dann bitte fahrn?“

Nein! Können wir nicht. Denn die Maus hat ihr Quetschi und ihren Müsliriegel vergessen. Gut, der Große wird noch dreimal gefragt, ob er auch noch etwas vergessen hat. Nein hat er nicht. Prinzessin und Mama laufen also nochmal zurück ins Haus, die Kleine bedient sich in ihrem Fach und packt für sich alleine Proviant. Mama packt noch zwei Trinkflaschen ein und wir laufen zurück zum Boot. Dort ist die Situation unverändert, der Große schaut Fische im See, der Papa ist ins Handy fixiert, liegt auf der Liege und raunzt wieder: „Wenn’s jetzt nicht gleich fertig seids brauch ma aber nimma fahren!“

Ja wir sind dann endlich fertig. Ups nein doch nicht, die Schwimmwesten fehlen natürlich noch. Der Papa läuft zum Abstellraum. Mittlerweile schon ziemlich grantig. In der Zwischenzeit erklärt mir der Große, er hätte doch noch gerne auch einen Proviant. So laufen wir drei ebenfalls nochmal zurück zum Haus. Der Papa kommt uns mit noch grantigerem Gesicht und vollgepackt entgegen. „Habt`s as dann?“ Ja, tatsächlich der Große hat seine Sachen ebenfalls gepackt. Wir laufen im Gänsemarsch die drei Meter vor zum Wasser. Genervt, nassgeschwitzt 

 

Die Auflösung, ob wir es dann doch endlich geschafft haben, könnt ihr nächste Woche lesen.